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Namibia 2016 / Teil 2


Opuwo - Epupa Falls bis Kunene River Lodger

Wehmütig verlassen wir das Marienflusstal, doch die Reise muss weitergehen und vorallem müssen wir dringend unsere Vorräte aufstocken. Dies ist im 200 km entfernten Opuwo möglich. Das Versorgungszentrum vom Kaokeveld. Für die Fahrt vom Camp Syncro bis nach Opuwo braucht man ca. 8 Stunden. Wir fahren über den Rooidrumpass und dann auf der D3702 in die Stadt. Wir nehmen uns aber zwei Tage Zeit. In Opuwo angekommen, möchten wir auf dem Camping der Country Lodge übernachten. Natürlich haben wir nicht vorgebucht und prompt ist alles Fully booked für die nächsten Tage. Obwohl wir weder Strom/Wasser/Braiiplatz benötigen und nur froh wären, uns irgendwo in eine kleine Nische zu quetschen, ist das nicht möglich. Uns bleibt nichts anderes übrig als ein Zimmer zu nehmen. Am Abend lernen wir die Hotelmanagerin Mariet kennen und erklären ihr unser Anliegen. Sie wurde sauer, dass ihre Angestellten uns nicht auf dem Camping gelassen haben und gab uns für den nächsten Tag eine tollen Platz mit allem Drum und dran und wir mussten dafür nicht einmal bezahlen. Herzlichen Dank. So konnten wir in aller Ruhe unsere Einkäufe erledigen, den Landy tanken und die Homepage aktualisieren.






Nachdem alles erledigt war ging es an die Epupa Fälle. Hier waren wir schon letztes Jahr und darum blieben wir nur eine Nacht und machten uns dann auf den Weg zur Kunene River Lodge über den Kunene River Trail. Für die rund 90 Km benötigte man vor einiger Zeit noch ca. 10 Stunden. Leider wurde nun die Strasse extrem verbreitert bzw. die Landschaft zerstört und die Himbadörfer verdrängt. Wie immer geht es sicher nur um Geld und irgendwo gibt es eine Mine oder ein anderer Hintergrund. Auf jeden Fall schafft man die Strecke nun in 5 Stunden. Nur noch die letzten 20 km sind noch richtig Offroad und prompt treffen wir auf einen steckengebliebenen Touristen. Ohne uns hätte er alles um drehen müssen, da er über kein 4WD-Fahrzeug verfügte. Wir zogen ihn aus dem Sand und er konnte seine Reise weiter führen. Unser Ziel die Kunen River Lodge. Sehr schön am Kunene gelegen, aber die Landschaft ganz anders als im Camp Syncro. Eher tropisch und nicht so bergig. Es ist schön hier, aber uns gefällt die Landschaft im Marienflusstal viel besser. Trotzdem bleiben wir 3 Tage und machen etwas Ferien und eine Sundownercruise auf dem Kunene.






Von hier führte der Weg wieder zurück nach Opuwo und dann Richtung Sesfontein mit Zwischenziel Camp Aussicht. Der Namen dieses Platz stimmt 100 Prozent. Von hier geniesst man einen Rundumblick. Es gefällt uns so sehr und vorallem auch die herzliche Gastfreundschaft von Marius und Lotti, dass wir es erst nach 5 Tage schaffen, wieder abzureisen. Hier gibt es auch eine Mine, welche von Marius bewirtschaftet wird, er fertigt selber Schmuckstücke an. Es ist ein besonderer Platz und was uns sehr beeindruckt, wie man hier ohne Wasser leben bzw. einen kleinen touristischen Betrieb führen kann. Es gibt nur Regenwasser, welches gespeichert wird. Pro Jahr wird ca. 80'000 Liter benötigt. Kaum vorstellbar, aber es funktioniert und die Gäste werden auch gebeten, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Ist gar nicht so einfach. Was nicht klappt, ist Gemüsse anzupflanzen. Marius hat viel über das Leben hier zu erzählen und wir geniessen auch die Kochkunst von Lotti. Die Tage gehen dahin mit kleinen Wanderungen, Vögel beobachten, Fotografieren und ein Projekt in einem kleinen Flusstal ca. 20 km von Camp Aussicht anzuschauen. Hier gäbe es die Möglichkeit etwas aufzubauen. Wir überlegen uns das mal.....und kommen bestimmt wieder.







Khowarib Schlucht - Etosha

Nach Camp Aussicht wollten wir eigentlich nochmals in den Hoanib fahren und auf die Suche nach Wüstenelefanten gehen. Doch jetzt gibt es da plötzlich ein Gate bei Elephant Song und die verlangen Eintritt. Da wir dieses Gebiet ja schon kennen, fahren wir weiter nach Khowarib und dann durch die gleichnamige Schlucht um in den Etosha Nationalpark zu gelangen. Natürlich haben wir auch hier nichts vorgebucht. Am Galton Gate hiess es die Übernachtungsplätze seien alle ausgebucht. Also kauften wir nur mal ein Tageseintritt und fuhren los. Beim Camp Olifantrus durften wir beim Picknickplatz schlafen und auf Halali fanden wir ohne Probleme einen Platz für 2 Nächte. Auch dieses Mal sahen wir wieder viele Tiere. Bei den Fotos beschränken wir uns aber nur auf die Highlights. Natürlich haben wir auch Elefanten gesehen, doch auf Fotos verzichten wir dieses Mal. Werden noch viel Gelegenheit haben Euch die Dickhäuter zu zeigen.


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Tiefsand durch die Khowaribschlucht
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sehr schöne Landschaft


Unser diesjähriges Highlight; zwei Löwinnen am Wasserloch bringen Unruhe...faszierend beobachten wir die Königinnen der Tiere


und auch diese Tiere gefallen uns...




Im Elefantenland - Khaudum Nationalpark

Diesen Park ganz im Osten von Namibia zur Grenze Botswanas haben wir bereits 2010 besucht und da uns dieser ursprüngliche und einsame Park so gefallen hat, durchqueren wir den Park nochmals auf dem Weg zum Caprivizipfel. Vieles sieht immer noch gleich aus und das Sikereti Camp im Süden ist immer noch in einem zerfallenen Zustand, obwohl Renovationsarbeiten in Gang sind. Dort konnten wir aufgrund der fehlenden Infrastruktur kostenlos campen. Im Norden wurde das Khaudum Camp total erneuert, dafür sind auch die Übernachtungspreise gesalzen. Wir bleiben aber trotzdem 2 Nächte. Nebenan wurde eine Luxuslodge gebaut, diese ist noch nicht eröffnet, da anscheinend die Betriebsbewilligung fehlt.

Der Khaudum ist wirklich Elefantenland, überall wo man hinschaut, Elefanten, Elefanten, Elefanten...aber auch ganz viele Antilopen treffen wir an wie Kudus und Pferdeantilopen. Wir erleben den Park dieses Mal sehr tierreich, nur die grossen Raubkatzen verstecken sich von uns.

Die Wege durch den Park sind immer noch sehr tiefsandig und leider zum Teil auch mit bösem Sand-Wellblech übersät. Unser Landy kämpft sich durch den Park. Die Dieselpumpe arbeitet wie verrückt und ein elektrisches Geräusch wird immer lauter. Machen uns etwas Sorgen, dass die Pumpe auf der extrem tiefsandige Ausfahrt den Geist aufgibt. Wir schütten Dieselreiniger in den Tank und dies zeigt für die nächsten 100 km seine Wirkung. Jedoch nimmt dann das Geräusch wieder zu und noch heftiger. Wir schaffen es aber bis in den Caprivizipfel und lassen uns ein paar Tage auf dem schönen Camping der Mahango Safari Lodge nieder. Hier überlegen wir uns, was zu tun ist. Eine Ersatzpumpe haben wir dabei und Erich stellt sich schon darauf ein, einen Tag als Automechaniker zu arbeiten. Anna, die Landyspezialistin, gibt aber Entwarnung und rät uns, zuerst den Dieselfilter zu ersetzen, da dieser wahrscheinlich verstopft ist. Auch dieses Ersatzteil haben wir dabei und Erich wechselt den Filter ohne Probleme. Das Geräusch ist weg und auch bis heute 3000 km weiter, ist alles im grünen Bereich.





Erholt und motiviert führt uns die Reise ins nächste Land - Botswana. Doch davon mehr im nächsten Bericht. Wir verabschieden uns von Namibia, aber freuen uns bereits auf die Rückkehr in unser Lieblingsland.