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Unsere Gedanken zu dieser Reise

Eine Momentaufnahme und unser Empfinden...!!


27. Februar 2006

Wir sind nun seit vier Monaten in Argentinien und Chile unterwegs und haben bereits ca. 13'000 Kilometer abgefahren.

Das Positive überragt durchwegs. Es ist schön, dass wir uns für diese Reise Zeit nehmen können und keinen Druck verspüren (nur unseren Eigenen) und nichts Müssen, sondern alles unsere eigene Entscheidung ist.

Manchmal kommen aber auch Zweifel auf. Insbesondere wenn das Klima nicht mitspielt und wir auf kleinstem Raum hausen dürfen. Auch die tägliche Suche nach einem geeigneten Schlafplatz oder sauberen Campingplätzen ist nicht immer einfach. Und in dieser Situation wünschen wir uns manchmal eine gemütliche Wohnung mit Komfort (Heizung, eigenes Bad mit Warmwasser, Sofa etc.).

Bis jetzt haben wir leider vom südamerikanischen Sommer noch nicht viel mitbekommen. Das Wetter in Patagonien ist tückisch. Freut man sich über einen warmen sonnigen Tag, erfährt man tagsdarauf wieder den kalten und heftigen Wind und oft auch den Regen.

Doch wenn wir in der schönen Natur am Lagerfeuer sitzen, spüren wir das wir im Moment trotzdem nicht Zuhause sein möchten und sind stolz auf uns, dass wir immer noch Lust am Reisen haben. Wir beide sind auch ein gutes Team und erleben gemeinsam schöne Zeiten.


17. März 2006

Ein Kapitel unserer Reise ist abgeschlossen. Wir haben Patagonien und Feuerland hinter uns gelassen.

In dieser Region Argentiniens und Chiles haben wir eine super Zeit verbracht. Die Landschaft ist eindrücklich und das Reisen relativ einfach. Wir haben uns sehr wohlgefühlt. Auch die Menschen haben wir durchaus positiv und gastfreundlich erlebt.

Bereits jetzt vermissen wir die gute Zeit in Patagonien und Feuerland. Dies bleibt für uns sicher einer der Höhepunkte dieser Reise. Gerne hätten wir noch etwas mehr Zeit dort verbracht, doch der südliche Winter steht vor der Tür.

Nun beginnt ein neuer Abschnitt und wir sind gespannt auf den Norden.


12.  April 2006

Immer wieder sind wir verblüfft über die Menschen in Argentinien. Dieses Land ist seit dem Börsencrash 2001 eines der Ärmeren Südamerikas.

Obwohl die Menschen jeden Peso nötig haben, würden sie einem das "letzte Hemd" geben.

Schon mehrmals haben wir erlebt, dass sie für eine Arbeit keine Geldleistung möchten. Einmal hat uns zum Beispiel ein Schlosser ein Metallstück für den Landy angefertigt. Oder im Lebensmittelgeschäft wird der Endbetrag ohne Diskussion abgerundet, wenn wir den Betrag nicht im passenden Kleingeld haben. Oder im Restaurant empfehlen sie doch den günstigeren Wein zu trinken, der sei genau so gut wie der teure.

In der Schweiz oder in Europa können die Menschen von dieser argentinischen Mentalität noch viel lernen.